„Spätschicht“ – Abendliches Shopping in bezaubernder Atmosphäre




Abendliches Einkaufen im Reetwerder

Der Reetwerder und die Ernst-Mantius-Straße sind sowohl städtebaulich, als auch vom Angebot her ein Kleinod innerhalb Bergedorfs. Hier finden Kunden inhabergeführte Geschäfte mit einem sehr individuellen Sortiment vor, jenseits von Massenwaren und Einzelhandelsketten.

Neben Ladengeschäften, sind auch Dienstleister und Gastronomen vor Ort, so dass am Standort über das Einkaufen hinaus noch andere Bedürfnisse erfüllt werden, wie beispielsweise ein Haarschnitt oder eine Kleidungsänderung. Gerade in der hektischen Vorweihnachtszeit bieten Reetwerder und Ernst-Mantius-Straße die Gelegenheit, in lauschiger Atmosphäre zu bummeln und zu verweilen.

Für den 18.11.2011 haben sich die lokalen Gewerbetreibenden, Dienstleister, Gastronomen und Vereine etwas Besonderes einfallen lassen: Die „Spätschicht“.

Zahlreiche Inhaber öffneten ihre Räumlichkeiten über die üblichen Öffnungszeiten hinaus bis 22 Uhr abends und luden Kunden und Besucher ein, mit ihnen zu feiern.

Im Reetwerder wurde mit Lichterketten in den Bäumen, Feuerkörben und Fackeln eine bezaubernde nächtliche Kulisse geschaffen. Die festliche Beleuchtung der Geschäfte sowie die Außendekoration mit Stehtischen und Kerzen, luden die zahlreichen Besucher zum Verweilen und Klönen ein.

Hunger und Durst? Kein Problem! Viele Gäste ließen sich eine Bratwurst von Grill, eine frisch zubereitete Waffel oder eine heiße Suppe schmecken. Dazu Gläschen Prosecco oder einen Glühwein, das wärmte zusätzlich von Innen.

Die Angebote der „Spätschicht“ wurden von sehr vielen Gästen angenommen. Neben den üblichen Waren und Dienstleistungen, gab es in vielen Läden kleine Extras, speziell für diesen Abend. Die ersten Weihnachtsgeschenke einkaufen, sich einfach mal professionell schminken lassen, Kunsthandwerk bestaunen: Der eine oder andere Laden war so gut besucht, dass es kein Durchkommen mehr gab. Es wurde jedoch nie hektisch, sondern man verweilte noch ein wenig länger und kam mit anderen Kunden ins Gespräch.

Meike Lube-Lüdeke (Das Strandhaus) resümiert: „Für uns war es der beste Tag seit der Ladeneröffnung vor anderthalb Jahren! Die Stimmung unter den Kunden ist viel entspannter und besser, als an normalen Tagen. Alle sind super drauf und genießen die gemütliche Atmosphäre. Nebenbei wird auch eingekauft, unser Regal ist schon fast leer.“

Auch Doris Giese (Bunte Krabbeltiere) berichtet freudig: „Innerhalb von vier Stunden haben wir den gesamten Tagesumsatz gemacht. Am liebsten würden wir gleich morgen wieder eine ‚Spätschicht’ machen.“

Die vielen Gäste, die nicht nur guckten, sondern auch blieben, bezeugen es: Trotz winterlicher Temperaturen, war die „Spätschicht“ zugleich Shopping-Event und fröhliches Straßenfest, und das durchgehend von 18 bis weit nach 22 Uhr. Eine begeisterte Besucherin brachte es auf den Punkt: „Wo sonst gibt es so etwas in Bergedorf??“

Das gemeinsame Erreichen eines Ziels, den Standort als Ganzes bekannt zu machen, stand im Vordergrund der Aktion. Dazu Karin Oelers (Elektronik und mehr): „Auch wenn unser Laden aufgrund des spezifischen Angebots nicht so interessant für den Weihnachtseinkauf ist, profitieren wir dennoch von der tollen Stimmung an diesem Abend. Gerade im Zuge des Bahnhofsumbaus sind in letzter Zeit weniger Kunden im Reetwerder gewesen. Es ist daher wichtig, dass wieder Bewegung stattfindet. Aktionen wie die ‚Spätschicht’ und das ‚Frühstück in Weiß’ möchten wir auch in Zukunft machen.“

Die „Spätschicht“ fand lange nach 22 Uhr ihren Abschluss im Café Tolé, wo sich alle Ladeninhaber noch zu einem gemütlichen Beisammensein einfanden.

Cornelius Kalk, Projektverantwortlicher für das Projektgebiet Reetwerder / Ernst-Mantius-Straße bei LoWi, zieht sein persönliches Resümée: „Die Ladeninhaber haben für dieses Event gemeinsam die Ärmel hochgekrempelt und für ihre Kunden ein tolles Shopping-Erlebnis geschaffen. Die zahlreichen Besucher belegen, dass es auf Kundenseite ein Bedürfnis nach besonderem Service, wie beispielsweise verlängerte Öffnungszeiten, gibt. Es wurde gefeiert und zugleich Umsatz gemacht. Die ‚Spätschicht’ war damit ein voller Erfolg.“